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Rumpelstilzchen (Mercato, HI-FI 40708)

Ein Märchenhörspiel nach den Brüdern Grimm
Bearbeitet von Annette Überhorst | Regie: Heinz Schimmelpfennig
Musik: Kurt Herrlinger | Illustrationen: Mouche Vormstein
Die Personen und ihre Sprecher: Müller » Will Pilgram — Müllerstochter » Luitgard Im — König » Hansjörg Eelmy — Rumpelstilzchen » Kurt Beck — Page » Georg Hünseier — Nachbar » Frank Barufski
Made in Germany — Marcato, 196? — HI-FI 40708
Informationen: Www.hoerspielwelten.de | .pdf

Rumpelstilzchen (Seite 1.) 00:06:21

Rumpelstilzchen (Seite 2.) 00:06:31

SEITE 1.

MÜLLER: Ach, ich armer Mann. Tag und Nacht die viele Arbeit mit der Mühle. Ach, und was hat man davon? Ja, wer’s so gut hätte wie der König. Da ist er wieder mit seiner Jagdgesellschaft unterwegs und hat jeden Tag Enten und Fasanen auf goldenen Tellern. Aber – ich glaube, der König kommt hierher. Der König kommt wahrhaftig zu mir in meine Mühle.

KÖNIG: Bist du der Müller?

MÜLLER: Jawohl, Herr König, der bin ich, Herr

KÖNIG: Aha! Du hast eine sehr schöne Mühle.

MÜLLER: O ja, Herr König! Und ich habe noch eine weit schönere Tochter.

KÖNIG: So?

MÜLLER: Ja, und klug ist sie. Oh, Ihr würdet Augen machen.

KÖNIG: Was kann sie denn alles?

MÜLLER: Was sie kann? Oh, sie kann, sie kann Stroh zu Gold spinnen.

KÖNIG: Stroh zu Gold?

MÜLLER: Jawohl, Herr König.

KÖNIG: Nun, wenn deine Tochter so geschickt ist, dann bringe sie gleich in mein Schloß. Ein Mädchen, das Stroh zu Gold spinnen kann, das möchte ich doch zu gerne kennenlernen.

DIENER: Majestät, die Tochter des Müllers!

MÜLLERSTOCHTER: Guten Tag, Herr König! Mein Vater hat befohlen, ich soll zu Euch kommen.

KÖNIG: Sieh an, du bist die Müllerstochter? Du kannst also Stroh zu Gold spinnen?

MÜLLERSTOCHTER: Aber ich…

KÖNIG: Nun gut, dann komm ! Ich zeige dir eine Kammer, in der du es beweisen kannst.

MÜLLERSTOCHTER: Aber, aber, ich kann doch gar nicht…

KÖNIG: Komm nur, komm! – So, hier hast du ein Spinnrad, und jetzt mach dich an die Arbeit. Stroh liegt genug hier, Und wenn du es bis morgen früh nicht zu Gold gesponnen hast, dann geht’s dir schlecht.

MÜLLERSTOCHTER: O weh, das viele, viele Stroh. Ich kann doch gar kein Gold daraus spinnen. Was soll ich nur tun?

RUMPELSTILZCHEN: Guten Abend, Jungfer Müllerin. Ich will dir helfen. Warum weinst du?

MÜLLERSTOCHTER: Ach, ach, du seltsames Männchen. Ich soll Stroh zu Gold spinnen und kann das doch gar nicht.

RUMPELSTILZCHEN: Was gibst du mir, wenn ich dir’s spinne?

MÜLLERSTOCHTER: Was ich dir geben soll? Vielleicht meine Halskette?

RUMPELSTILZCHEN: Gib her! Oh, schön, schön. So, und nun an die Arbeit. Schnurre, schnurre, schnurr! Surre, surre, roll! Dreimal zieht am Fädchen, ist die Spule voll!

MÜLLERSTOCHTER: Ah, was ist das? Gold! Lauter Gold!

KÖNIG: Oh, wie ich sehe, hast du deine Aufgabe gut gelöst, Müllerstochter. Wie das glitzert, wie das klingt.

MÜLLERSTOCHTER: Darf ich nun wieder heimgehen, Herr König?

KÖNIG: O nein, mein schönes Kind! Hier, gleich nebenan, ist ja noch eine größere Kammer. Auch die ist über und über mit Stroh gefüllt. Folge mir! –

MÜLLERSTOCHTER: Nein, nein! Nein, so viel Stroh auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen.

KÖNIG: Wenn du auch das zu Gold gesponnen hast, sollst du meine Gemahlin werden.

MÜLLERSTOCHTER: Ich will’s versuchen, Herr König. – Ach, wenn nur das seltsame Männlein wiederkäme. Es sieht zwar sehr häßlich aus mit seinen dünnen Beinen und der langen Nase, aber es hilft mir ja immer.

RUMPELSTILZCHEN: So, da hin ich wieder. Hm, ist ja wirklich ein großer Haufen Stroh. Wenn ich dir den auch zu Gold spinnen soll, mußt du mir aber etwas besonders Schönes geben. Versprich mir, Wenn du Königin wirst, dein erstes Kind.

MÜLLERSTOCHTER: Mein Kind? Ach wer weiß, ob ich überhaupt Königin werde. Gut, du sollst es

RUMPELSTILZCHEN: Schnurre, schnurre, schnurr ! Surre, surre, roll! Dreimal zieht am Fäddien, ist die Spule voll.

SEITE 2.

MÜLLERSTOCHTER: So, mein kleiner Liebling ist eingeschlafen. Nun bin ich schon über ein Jahr lang Königin und ich habe das schönste Kindlein der Welt in meiner Wiege liegen. Aber was ist das? Da, im Schlüsselloch? O weh, o weh!

RUMPELSTILZCHEN: Guten Tag, Frau Königin. Ja, ich habe dich nicht vergessen. Nun gib mir, was du mir versprochen hast. – Dein Kind.

MÜLLERSTOCHTER: Nein, nein, mein Kind, das kann ich dir nicht geben. Das hab’ ich damals in meiner Not nur so hingesagt. Ich geb’ dir alles, alles, was du willst. Hier, sogar meine Krone. Aber mein Kind, nein, das darfst du nicht von mir verlangen.

RUMPELSTILZCHEN: Ich brauche keine Schätze und keine Krone. Dein Kind will ich haben.

MÜLLERSTOCHTER: Oh, liebes Männlein! Ich kann, ich kann dir’s nicht geben. Ich…

RUMPELSTILZCHEN: Schon gut! Ich will dir drei Tage Zeit lassen. Wenn es dir gelingt, in diesen drei Tagen herauszufinden, wie ich heiße, dann sollst du dein Kind behalten. Sonst aber gehört es mir. Leb

MÜLLERSTOCHTER: Was tu’ ich nur? Was tu’ ich nur? Page! Page, komm! PAGE Frau Königin, Ihr habt gerufen?

MÜLLERSTOCHTER: Mein lieber Page, du mußt sofort über Land reiten und mußt dich weit und breit nach den schwierigsten Namen erkundigen. Ich muß alle Namen wissen, die es gibt.

PAGE: Gut, Frau Königin. Ich will mich beeilen, damit ich bald wieder zurück bin.

MÜLLERSTOCHTER: Viel Glück, lieber Page! Und ich will mir auch alle Namen aufschreiben, die ich kenne: Kaspar, Lamprecht, Emmerich, Bohamund, Wiegbold, Willibald, Mekinrat. Ach, das beste ist, ich lauffe schnell zu den Nachbarn und frage, wie sie alle heißen. – Guten Tag, Nachbar! Wie heißest du?

NACHBAR: Guten Tag, Frau Königin! Mein. Name ist Rippenbiest.

MÜLLERSTOCHTER: Rippenbiest? Und wie heißt dein Nachbar?

NACHBAR: Hammelswade!

MÜLLERSTOCHTER: Hammelswade! Und dessen Nachbar?

NACHBAR: Schnürbein!

MÜLLERSTOCHTER: Schnürbein! Danke viel- mals, lieber Nachbar! Oh, das sind wunderbare Namen. Nun schnell zum Schloß und alles aufgeschrieben.

RUMPELSTILZCHEN: Nicht so eilig, Frau Königin.

MÜLLERSTOCHTER: Was? Bist du schon wieder da?

RUMPELSTILZCHEN: Ich dachte nur, du weißt vielleicht schon, wie ich heiße!

MÜLLERSTOCHTER: Heißest du vielleicht Rippen- biest?

RUMPELSTILZCHEN: Nein, so heiße ich nicht!

MÜLLERSTOCHTER: Oder Hammelswade?

RUMPELSTILZCHEN: Nein, so heiß’ ich auch

MÜLLERSTOCHTER: Dann heißt du aber gewiß Schnürbein.

RUMPELSTILZCHEN: Nein, Schnürbein heiß’ ich erst recht nicht. Leb wohl, Frau Königin. Ich geh’ wieder zurück in meinen Wald. Und wehe dir, wenn du nicht bald weißt, wie das kleine Männlein heißt.

MÜLLERSTOCHTER: Oh! Oh, mir wird so angst. Sicher werde ich den Namen nie herausbekommen.

PAGE: Hier bin ich, Frau Königin!

MÜLLERSTOCHTER: Und? Hast du viele Namen erfahren?

PAGE: O ja, das hab’ ich! Aber wißt Ihr, was ich noch erlebt habe? Wie ich eben durch den Wald reite, sehe ich ein kleines Haus. Und vor dem Haus brennt ein Feuer. Und um das Feuer herum springt ein lächerliches Männchen, hüpft auf einem Bein und schreit in einem fort vor Vergnügen.

MÜLLERSTOCHTER: Das war sicher das Männlein, das mir mein Kind wegnehmen will. Schnell, schnell, mein Page, laß uns in den Wald reiten. PAGE Gebt mir die Hand, Frau Königin.

MÜLLERSTOCHTER: Ja!

PAGE: Seht ihr, da brennt das Feuer. Und da tanzt das Männlein.

RUMPELSTILZCHEN: Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol’ ich der Königin ihr Kind. Ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelstilzchen heiß’.

MÜLLERSTOCHTER: Oh, Page, jetzt wissen wir den Namen.

PAGE: Ja, Rumpelstilzchen.

MÜLLERSTOCHTER: Nun schnell zurück zum Schloß, sicher kommt das Männlein bald wieder. Na, das wird aber Augen machen. Herein! Nur herein.

RUMPELSTILZCHEN: Schön guten Abend, Frau Königin. Nun, weißt du jetzt, wie ich heiße?

MÜLLERSTOCHTER: Ja, heißest du vielleicht Kunz?

RUMPELSTILZCHEN: Nein!

MÜLLERSTOCHTER: Oder heißest du Heinz?

RUMPELSTILZCHEN: Nein!

MÜLLERSTOCHTER: Ja, dann weiß ich wirklich nichts mehr. – Oder heißest du etwa Rumpelstilzchen?

RUMPELSTILZCHEN: Das hat dir der Teufel gesagt! Das hat dir der Teufel gesagt! Das hat dir der Teufel gesagt!

MÜLLERSTOCHTER: Nun hat es sich vor Wut mitten entzweigerissen, das dumme, kleine, böse Rumpelstilzchen. Ja, mein Kindchen, ich komme schon. Jetzt brauchen wir beide keine Angst mehr zu haben. Nun ist alles wieder gut.

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